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Achte auf deinen Körper, mein Freund!

Dieser Text basiert auf einer Mittwoch-Abend-Meditation von Andreas Schwarz

Achte auf deinen Körper. Und merke mal jede auch noch so kleine Unruhe – ganz gleich wie groß, ganz gleich wie klein. Vielleicht drückt irgendetwas oder stört etwas, vielleicht ist auch gar nichts da, das drückt und stört. Wenn gar nichts da ist, das drückt und stört, du einfach hier bist, die Augen kurz schließt, kann es sein, dass du sofort in einen ganz bestimmten Raum eintrittst, in ein ganz bestimmtes Bewusstsein eintrittst. Es kann sein, dass du sofort eine gewisse Empfindung hast - das spürt sich körperlich an – du kannst es empfinden. Das ist kein Gefühl in dem Sinne, dass es eine Emotion ist, sondern das ist eine Empfindung.

Von Augenblicken der Ergriffenheit & des harmonischen Sterbens

Vielleicht kannst du es merken: was? Du machst die Augen zu, dein Körper ist bereit, dein Körper ist kein Hindernis, im Gegenteil, dein Körper ist ein wahres Geschenk. Inwiefern? Na ja, insofern, dass du etwas wahrnimmst: einen Sog, eine Kraft, die dich zieht. Eine Kraft, die dich zu erheben scheint, zu ergreifen scheint. Eine enorme Kraft. Eine Kraft, die dich einfach mitnimmt. Klassisch nennt man das meditieren: Wir kennen das, wir gehen zu einer bestimmten Zeit in eine Kirche, oder in einen Tempel oder in eine Ecke unserer Wohnung oder unseres Hauses, vielleicht hat der eine oder andere sogar ein eigenes Zimmer dafür, in dem er seine Sadhanas macht, seine Yoga-Übungen. An diesen Ort gehst du, und sofort ergreift dich ein Zustand, ergreift dich eine Kraft. Das geschieht wenn du häufig an diesem Ort bist mit derselben Absicht, mit derselben Einstellung. Dann setzt du dich einfach hin, schließt die Augen und du wirst Zeuge wie eine Kraft beginnt dich zu ergreifen. So fühlt es sich an. Du schließt einfach die Augen, die Kraft ergreift dich. Nicht immer ist das so. Manchmal ja, manchmal nein. Manchmal wird dir das auch woanders begegnen - in der Straßenbahn, im Bus oder im Auto. Oder mitten in einem Gespräch mit einem Freund. Was wird dir da passieren? Naja, diese Kraft ergreift dich. Diese Kraft ergreift dich und sie beginnt dich zu tragen. Du kannst es körperlich spüren.

Vom Wortsinn her ist dieses Moment, wenn dich die Kraft ergreift, keine Meditation. Vom Wort her kommt Meditation aus der christlichen Mystik und meint so viel wie ausmessen, ausloten. Wenn du hier bist und du schließt die Augen, die Kraft ergreift dich, dann misst du gar nichts aus, dann lotest du gar nichts aus. Es ergreift dich einfach, du wirst ergriffen. In der christlichen Tradition spricht man immer von Entrücktheit, man wird entrückt. Und ja es stimmt, irgendwie so fühlt es sich an. Auf Sanskrit nennt man das Samyama.

Samyama heißt ‚harmonisches Sterben’. Yama, das ist der Gott des Todes. Für manche Menschen mag das vielleicht beängstigend klingen: „Ich sterbe doch gerade nicht!“ Doch das kommt der Sache schon näher. Samyama - Samyama ist, wenn Dharana, Dhyana und Samadhi zusammenkommen. Wenn du aus diesen dreien eines machst. Oh, was heißt das? Dharana – Dha heißt Kraft. Vielleicht kennt der eine oder andere dies vielleicht von Shirodhara. Shiro ist der Kopf und Dhara heißt der Guss - ein Kopf-Guss. Ein Stirn-Öl-Guss, so wird es meistens übersetzt. Und Dhara ist, wenn alles so fließt, wenn dein Bewusstsein im Fluss ist, dein Körper im Fluss ist. Dann geht es weiter: Dhyana. Dhyana ist so ein Fallen. Ein Fallen ergreift dich, ein Fließen und Fallen. Dann kommt Samadhi – Shamana ist harmonisch und Dehi ist ein fliegendes Bewusstsein. Diese drei - dieses Fließen, Fallen und Schweben - zu einem gemacht nennt man ein Samyama, ein harmonisches Sterben. Dieses harmonische Fließen, Fallen und Schweben ist ein Samyama.

Momente der Ergriffenheit – wenn du Karma verbrennst

Und dann in diesem Samyama, in diesem Zustand, in diesem Zustand seiend kann man lernen, kann man etwas erkennen. Jetzt kannst du etwas ausloten. Vibuthi-Pada nennt man das. Oh, so viele fremde Wörter. Der Weg der spirituellen Macht, so könnte man Vibuthi-Pada übersetzen. Vibuthi heißt soviel wie Macht, eine spezielle Macht: die Macht, die du erlangst, wenn du sehr viel Hingabe hast, sehr viel Leidenschaft, sehr viel Sehnsucht hast. Dieses Samyama - diese Hingabe, diese Leidenschaft, diese Sehnsucht - auf etwas gerichtet verbrennt alle Hindernisse. Vielleicht kennst du es, in der spirituellen Welt gibt es eine Asche, die man Vibuthi nennt. Diese Asche geschieht, wenn du dein Karma verbrennst. Was meint das: Karma verbrennen?

Karma kommt von kry = tun. Krya, fangen wir mal so an, beschreibt ein beständiges Machen. Der Geist wird immer etwas tun, er ist voll Bewegung. Der Körper ist voll Bewegung, jede einzelne Zelle. Selbst wenn der Körper still ist, selbst wenn er nichts tut, ist dort unglaublich viel Bewegung. Der Geist, selbst wenn er einfach nur wahrnimmt, ist ganz viel Bewegung da. Ich könnte es auch so sagen: Normalerweise reagierst du auf Unruhe in deinem Körper, mit Unruhe in deinem Geist. Auf Unruhe im Außen, wenn es zum Beispiel raschelt, reagierst du  mit Unruhe im Innern. Kannst du frei sein von Karma? Kannst du frei sein von dieser permanenten Bewegung? Frei sein von konditioniertem Handeln? Kannst du merken, es gibt einen Zustand, einen Bewusstseinszustand, da reagierst du paradox. Etwas passiert, eine Sache fällt herunter beispielsweise. Normalerweise erschrickst du dich und springst zur Seite. Doch hier, jetzt, in diesem Bewusstseinszustand, in dem du paradox reagierst: Eine Sache fällt herunter und etwas in dir lässt los, etwas in dir passiert und du fällst noch tiefer in dich hinein. Etwas passiert und anstelle, dass du dich schützt - das ist keine bewusste Handlung, das ist eher Zufall - geht ein Tor in dir auf und es wird ganz weit, ganz frei, noch stiller. Ein Geräusch passiert und du wirst noch stiller. Es ist kein Widerstand da. Mehr noch: Nicht nur, dass kein Widerstand da ist, es ist weit mehr als kein Widerstand: diese Energie von Unruhe verändert sich in dir in die Energie von Weite Eine ganz große Weite. Du wirst das körperlich merken die Energie von Weite und so wie du das merkst, diese Weite, kann es sein, dass ein Gefühl dazu kommt, ein Gefühl von Liebe. Ein Gefühl von Liebe von einer tiefen Freude, einer tiefen Freundlichkeit. Doch, weißt du, das sind nur Worte, halt dich nicht an ihnen fest – dieses Gefühl wie immer du es nennen magst, du wirst es körperlich spüren können, ein Gefühl in etwa dieser Richtung wirst du wahrnehmen, wenn du eintrittst in diesen Bewusstseinszustand.

Das wird da sein. Und das ist ein Bewusstseinszustand der Ergriffenheit Doch es ist weniger Meditation, es ist weniger Samyama, es ist mehr Ergriffenheit, mehr Entrücktheit von dem ich spreche. Diese Momente der Ergriffenheit - wenn dein Leben Stück um Stück bewusster wird. Was meine ich damit?

Vom Bewussten Leben

Wenn dir mehr und mehr klar wird, was du willst, nicht auf der Ebene deiner Meinungen, sondern tief auf der Ebene des Empfindens, wenn du mehr und mehr empfinden kannst was du willst. Das Paradoxe dabei ist, häufig geht es sogar damit anheim, dass du merkst, dass du keine Ahnung hast, dass du merkst, dass du überhaupt nicht nach deinen Werten lebst. Dass du merkst, dass du überhaupt gar nicht bewusst lebst. Häufig beginnt es sogar so: Dein bewusstes Leben beginnt häufig damit, dass du merkst, dass du nicht bewusst lebst. Das gibt es in zwei Varianten. In der einen Variante wirst du dann sofort traurig und hast Schuldgefühle. Mhmm, wie soll ich es sagen ohne irgend jemanden dabei zu nahe treten zu wollen – dann ist es nicht echt. Dann ist es mehr eine gute Idee: Ich müsste bewusster leben!

Dann gibt es etwas anderes, wenn du merkst, wenn du bewusst lebst, hier eintrittst, und das gar nicht als eine gute Idee zu dir kommt, wie „Ich müsste mal bewusster leben.“ Du merkst vielmehr: Eigentlich bin ich gar nicht so richtig hier. Und das ist begleitet von einem Gefühl, ich nenn das mal Bescheidenheit. Viele Menschen, wenn sie ihre Bescheidenheit wahrnehmen, verwechseln ihre Bescheidenheit mit Unsicherheit, mit Angst. Viele Menschen denken ihre Bescheidenheit wäre ein Makel, weil sie können sich da nicht durchsetzen, sie könnten da nicht überleben. Das stimmt nicht, mein Freund. Diese Art von Bescheidenheit, von der ich spreche, ist total hilfreich. Sie begleitet immer den ersten Schritt der Bewusstheit. Sowie du bewusst bist, wirst du sehr bescheiden sein. Das haben heilige Menschen früher schon gesagt, und dann hast du versucht bescheiden zu sein. Aber nein! Das ist ein Fake, so auf diese Weise wird Bescheidenheit zu einem Schwindel. Diese Art von Bescheidenheit, die ich meine, ist ein Begleiter, sie ist nicht ursächlich. Und deswegen haben schöne Menschen, die sehr, sehr bescheiden sind, ostentativ etwas anderes gemacht das gar nicht bescheiden ist: zehn Flugzeuge, hundert Autos. Einfach um dich ein wenig zu verwirren. Nicht wirklich um dich zu verwirren, einfach nur um dich aus so etwas Festgefahrenem herauszuholen. Bescheiden können diese Menschen dennoch sein – sehr sogar. Sie können sehr großkotzig auftreten, doch die Bescheidenheit ist nicht im Handeln zu sehen. Da ist kein Karma da, da ist kein Handel, nicht im Tun. Die Bescheidenheit ist im Raum wahrnehmbar. Bescheidenheit ist eine Schwingung, eine Energieform. Das kannst du im Raum wahrnehmen. Bescheidenheit ist eine Energie, die sich auf eine bestimmte Weise anfühlt, die Bewusstheit begleitet. Dieses Neu, dieses ganz Unmittelbare, hier, jetzt, da - da kannst du ergriffen werden. Mein Freund, wann immer du ergriffen wirst, bist du ganz bescheiden, bist du ganz einfach, ganz naiv, ganz ehrlich, ganz echt, ganz bewusst. Dann kommt dieses, dann wirst du entrückt, ergriffen. Diesen Moment der Ergriffenheit - kannst du den ergreifen?

Vom bewussten Ergreifen des Ergriffen-Werdens

Kannst du das Ergriffen-Werden ergreifen? Traust du dich? Wann immer es kommt, wann immer es dir begegnet. Das ist etwas anderes als meditieren, das ist etwas anderes als ein Samyama – dieses Ergriffen-Werden. Ein Meister der Meditation nennt dieses Ergriffen-Werden ein Maha Fritti – einen großen Sog. Ich kann das verstehen, so fühlt es sich an. Es ist sehr beschreibend, es ist ein großer Sog: Du wirst ergriffen, es ergreift dich. Das ist nichts, das von außen kommt. Wenn ich sage, es ergreift dich, mag es sich anhören, als ob es ein Anderes wäre, das dich da ergreift. Nein, nein! Das ist alles du, das ist dieser Raum, das ist eine Energie – das bist du. Du selbst ergreifst dich, trittst in dich ein. Kannst du dich darauf einlassen? Geschieht es gerade?

Und dieses Ergreifen – wenn es sich an einem Ort ereignet zum Beispiel hier an einem Mittwoch-Abend oder im Wald, an einem Lieblingsort, wenn du immer wieder da hingehst wird das irgendwann geschehen. Das geschieht dann. Und dann wirst du merken, dass dieses Ergreifen und Ergriffen-Werden vom Ort unabhängig ist. Du wirst immer mehr merken, dass das etwas ist, das im Körper geschieht – dass es eine körperliche Transformation ist. Und wenn du das bemerkst, du entspannt dabei bist, und du auf den Körper dabei achtest - du merkst die Anzeichen des Ergriffen-Werdens - dann wirst du überall, fast egal wo du bist, dich auf dieses körperliche Ergriffen-Werden einlassen. Du wirst ganz und gar ergriffen davon, egal wo du bist. Und dann könnte ich sagen, ja, dann kannst du da ergriffen werden bewusst wählen. Dann kannst du es bewusst wählen. Warum ist dieses Ergriffen werden so wichtig? Warum spricht Andreas von dem? Weil dieses Ergriffen werden, ein wichtiger Bestandteil der Meditation ist. Das ist die transformatorische Kraft in der Meditation. Weil dieses Ergriffen werden ein wichtiger Bestandteil des Sterbens ist. Dieses Ergriffen werden ist die transformatorische Kraft im Sterben. Kannst du sie erkennen? Denn vom Wesen her, vom Kern her geht es nicht darum weil lange du gerade auf dem Kissen sitzen kannst oder welche Atemübungen du machen kannst oder ob du deinen Geist in Ruhe tragen kannst. Es geht um diese transformatorische Kraft: Wirst du gerade Zeuge dieser transformatorischen Kraft. Kannst du sie einladen? Kannst du der Raum sein, in dem sie wirkt? Jetzt – Hier – Da! Und wenn das nicht geht. Kannst du der Raum sein, in den du sie einlädst diese Kraft? Ob sie nun kommt oder nicht, darum solltest du dich nicht kümmern.

Von der Selbst-Verantwortung

Du solltest sie einfach nur einladen - ihr Zeuge werden, ihre Wandelkraft merken. Dann merkst du, dass du auf einmal für diesen Augenblick Verantwortung übernimmst. Du merkst, dass da etwas in dir geboren wird, etwas in die wird sehr lebendig. Dass dieses etwas, das ist ganz nah, das bist du, das ist ICH. Dieses ICH kannst du aber nicht benennen. Das ist unglaublich fein und groß. Das ist fein und groß zur selben Zeit. Dieses ICH ist nicht ein Einzel, es ist nicht getrennt. Normalerweise, wenn wir das Wort ‚Ich’ hören, fühlen wir sofort ‚eins’. Nein, hier gar nicht, mein Schatz, hier gar nicht. Dieses ICH ist sehr weit, sehr namenlos. Da ist keine Meinung, da ist kein meins dabei. Alles ist meins dort. Es ist sehr groß. Nichts Spezielles ist meins, es ist sehr groß. Es ist gigantisch. Du nimmst dich wahr oder du nimmst ICH wahr. Es kann sein du nimmst jetzt, in diesem Zustand, dich wahr, doch dieses dich wahrnehmen wird sich sehr schön anfühlen, sehr groß anfühlen, aber erinner dich, in der ersten Stufe war dieses bewusst leben, diese Bescheidenheit. Du bist bewusst, diese Kraft, diese Bescheidenheit ergreift dich und jetzt kommt ICH. Da ist keine Meinung. Ich möchte etwas Komisches sagen: das fühlt sich nicht großartig an. Großartig ist zu manisch, ist zu manisch. Es fühlt sich frei an, sehr frei, komplett frei. Manie kommt aus dem Griechischen und heißt soviel wie Raserei. Wenn es sich großartig anfühlt, das ist zu aufgedreht. Das ist überhaupt nicht aufgedreht, das ist total bescheiden, völlig frei. Es ist völlig frei. Kannst du das merken, mein Freund? Was? Bist du hier bewusst? Anwesend? Merkst du es? Kannst du tiefer sinken? Tiefer sinken. Merken wie es dich ergreift, du ergriffen wirst? Und traust du dich jetzt in diese Freiheit? Traust du dich in diese Eigen-Verantwortung? Traust du dich? Es hat nichts manisches. So kann es sein. Jetzt kommt der vierte Schritt.

Vom sich durchsetzen

Der vierte Schritt ist, dass du genau dieser Freiheit zum Durchbruch verhilfst, indem du sie liebst. Indem du der Raum für diese Freiheit wirst. Indem du genau dieser Kraft jetzt zum Durchbruch verhilfst. Ich könnte sagen, indem du dich durchsetzt. Indem du dein Licht nicht unter den Scheffel stellst, so würde es Jesus sagen:

„Stell das Licht nicht unter den Scheffel! Wie will sonst ein Mensch, der sich verlaufen hat, den Weg finden? Wenn du das Licht, die Kerze, in das Fenster stellst, kann ein einsamer Mann, der sich auf den Weiten des Feldes verlaufen hat, seinen Weg nach Hause finden. Doch wenn du ein Hütchen darüber packst, dann kann er es nicht sehen.“

So hat es Jesus ausgedrückt. Das ist gar nicht so leicht zu verstehen. Warum? Weil du dein Licht persönlich nimmst – es ist dein Licht. Weil du dich überhaupt persönlich nimmst. Wann immer du dich persönlich nimmst, beginnt die Un-Freiheit, dann wird es eng.

Bist du hier, mein Freund? Bist du bewusst? Bewusst leben – Achte auf diesen Körper! Achte auf die Energie im Raum! Kann diese Energie im Raum dich ergreifen? Kannst du ergriffen werden, ergeifst du dir das hier, merkst du diese Hingabe? Merkst du, dass sich alles auflöst? Dass es sehr frei wird. Merkst du diese Freiheit? Dein Merken dessen ist das Durchsetzen dieser Freiheit. So setzt die Freiheit sich durch, so greift die Freiheit sich Raum. Und das ist das vierte.

Vom produktiven kreativen Handeln

Und dann kann etwas Wunderschönes passieren. Du wirst zum Raum der Kreativität – dann wirst du produktiv, kreativ handeln. Jetzt wirst du inspiriert, jetzt wirst du kraftvoll handeln – voll Leidenschaft, voll Hingabe. Jetzt wirst du in der Lage sein kraftvoll zu handeln. Dieses Handeln, das aus dieser Freiheit kommt, diese Energie, die aus diesem Handeln kommt, wird die ganze Welt heilen. Und so wirst du der ganzen Welt zum Lehrer des Heilens werden. Das ist, wenn Jesus sagt: "Ich habe das Leid der ganzen Welt auf mich genommen, und ich habe die ganze Welt geheilt." Jeder von uns wird das machen, jeder von uns wird das so machen. Du musst keine Sorge haben vor dem ganzen Durcheinander, es ist soviel Freiheit da. Du wirst dieser Freiheit Raum geben und da heraus kommt ein kreatives Handeln – alle Kreativität, alle Produktivität, alles wahre Schaffen kommt aus diesem Raum. So handeln, mein Freund, das ist ein Handeln frei von Traum, frei von Ursache und Wirkung. Und so frei von Ursache und Wirkung - so frei von Karma - jetzt wahrlich kann ich sagen bist du ganz, bist du integer. Alles ist integriert in dir. Das ist nichts das du machen musst. Nein, nein gar nicht - du empfindest diese Ganzheit.

Vom integren Leben

Du empfindest diese Ganzheit, alles ist jetzt eins, kein Feind ist mehr da, es ist kein Streit mehr da, da ist  Streit noch nicht mal vorstellbar. Da ist kein Konflikt – das ist integer. Du bist komplett ganz - das ist Integrität. Integrität hört sich für uns häufig so an, wie etwas dem wir uns nicht würdig glauben: „Du bist ja gar kein integrer Mensch, du bist unehrlich.“ So etwas in der Art sagen wir. Oder: „Ich möchte ehrlich sein. Ich habe so viel Mist gemacht. Ich bereue das und möchte aufrichtig sein.“ So funktioniert das nicht. Integer – Integrität kommt aus diesem kreativen Bereich. Kommt da heraus, wenn du bist frei von Ursache und Wirkung. Wenn du komplett frei bist vom Handel, dann bist du ehrlich, dann bist du integer. Es ist nicht an deinen Handlungen messbar. Es ist nicht messbar anhand der Dinge, die du glaubst. Integrität ist eine Energieform, die aus Kreativität entspringt. Jetzt bist du integer. Jetzt bist du frei. Das ist der sechste Punkt. Dann kommt der siebte.

Vom Lösen des Lichtes

Jetzt löst sich das Licht vor dir auf. Jetzt lösen sich alle Schleier vor dir auf. Und ich mein das voll real! In der Mitte wirst du so ein Licht sehen, und das wird höchstwahrscheinlich ganz hell, und die letzten Reste von Meins, von Meinungen werden sich auflösen. Da wird keine Meinung sein - natürlich, in einer Diskussion wirst du einen Standpunkt beziehen bzw. eine Meinung haben. Da ist keine Meinung – da sind keine Meinungen da. Die Meinungen haben eine völlig andere Energieform, so ist es besser ausgedrückt. Alle Meinungen haben – da ist keine Angst mehr da! – ich wollte sagen, haben nichts persönliches. Doch ich will das Wort nicht überstrapazieren, sonst hälst du dich an einem neuen Wort fest. Es ist sehr frei, du wirst es daran merken, dass du keine Meinung mehr hast, dass du selbst auf deine eigene Meinung keinen Wert mehr legst. Du hast keine Angst mehr vor deinen eigenen Meinungen. Und du hast auch keine Angst mehr vor der Meinung anderer, und ganz besonders nicht vor der Meinung der Menschen, die du besonders liebst. Vielleicht von Buddha, oder Jesus, oder deinem Meister, deinen Eltern, deinem Partner oder Verwandten, deren Meinung bereitet dir keinen, wie auch immer geartete Form von Druck mehr. Es ist soviel Freiheit da, das Licht löst sich, es ist so viel Licht da. Es wird sehr spontan. Das Erwachen einer wunderschönen Spontanität.

Vom Leben in Fülle - dein Erbe

Aus diesem Erwachen der Spontanität, aus diesem Erwachen der natürlichen Intelligenz, jetzt erlangst du dein Erbe zurück: diese Welt. Diese Welt, mein Freund, ist dein Erbe. Dieser Raum ist dein Erbe. Das hier ist dein Erbe! Vom Anbeginn der Zeit und jetzt, in diesem Augenblick, wartet das hier auf dich. Das hier wartet auf dich, dass du bewusst hier einziehst.

Und so wie du dein Erbe in Empfang nimmst, und bewusst hier einziehst, lebst du in dieser Fülle. Das wird alles heilen. Noch tiefer heilen, als die Heilung aus der Kreativität. Es wird den Samen heilen, der noch da ist, den Samen für Leid, der noch da ist, wird es heilen. Heilung durch leben in Fülle. Das hier ist Fülle! Kannst du merken: die Fülle des Lebens? Merkst du die Fülle des Lebens, mein Freund? Jesus hat oft davon gesprochen: die Fülle des Lebens.

Das sind die neun Säulen der Weisheit. Das sind die neun Teile deines wahren Denkens – deiner Intelligenz.

Von den neun Säulen der Weisheit

Das zusammengefasst, das zu einem gemacht, diese neun zu einem gemacht, das nennen wir denken. Diese neun zu einem gemacht, das ist Vernunft, das ist denken. Das ist Liebe. Das ist etwas, das ist, und es beginnt damit, dass du dich entscheidest ... nein, das beginnt damit, dass ein Wunsch in dir erwacht – tief in deinem Herzen – bewusst zu leben. Dass ein Wunsch in deinem Herzen erwacht: Genug ist genug, ich möchte bewusst leben, irgendetwas stimmt nicht. Was ist das? Was stimmt nicht? Und dass du sehr bescheiden wirst, das ist diese Grundvoraussetzung. Dass du bewusst hier etwas merkst, das ist immer bescheiden und eben, dass dich etwas ergreift. Dass du ergriffen wirst.


Verpflegung 30 Euro, Unterkunft DZ 25 Euro, MBZ 20 Euro
Anzahlung von 200 Euro nach Erhalt der Anmeldebestätigung.
Ratenzahlung möglich!